Es wird nicht einfacher für die personell zuletzt arg gebeutelten flippo Baskets. Nach dem Spitzenteam Herner TC und Titelträger Keltern kommt nun der amtierende Pokalsieger und Serienmeister der vergangenen Jahre, der TSV 1880 Wasserburg, nach Göttingen. Tippoff ist am Sonntag um 16 Uhr wie gewohnt im FKG.

Es ist ein neues Wasserburg, das sich in dieser Saison präsentiert. Im Gegensatz zu den Vorjahren, als relativ wenig deutsche Akteurinnen im Aufgebot zu finden waren, sind es in diesem Jahr gleich sieben von 14. Und die haben es in sich: Mit Svenja Brunckhorst, Laura Hebecker, Leonie Fiebich und der Anfang Januar aus Bad Aibling verpflichteten Alina Hartmann sind es gleich vier Nationalspielerinnen, die der TSV unter Vertrag hat.

Die größte Korbgefahr strahlen drei Amerikanerinnen im Kader des neuen Trainerinnen-Gespanns Sidney Parsons und Corina Kollarovics aus. Point-Guard Jennifer Schlott ist mit 17,4 Punkten pro Partie die sicherste Schützin. Forward Ashley Williams ist mit 10,5 Zählern und 6,2 Rebounds die effektivste Akteurin der Bayerinnen. Ob Centerin Jewel Turnstull nach ihrer Knieverletzung wieder einsatzbereit ist, steht in den Sternen. Dann würden dem TSV immerhin 11,5 Punkte und fünf Rebounds fehlen.

Und die Deutschen? Svenja Brunckhorst erzielt 10,2 Zähler und 4,5 Rebounds im Schnitt. Leonie Fiebich bringt es auf 7,3 Punkte und 7,9 Abpraller vom Brett. Laura Hebecker trägt mit 8,9 Zählern zum Erfolg ihres Teams bei, das aktuell nach drei Niederlagen auf Tuchfühlung zu den dominierenden Teams aus Marburg und Herne ist.

Es wird also ein heißer Kampf, da der TSV den Anschluss an die Spitze nicht verlieren will. Die Veilchen sind gegen den Serienmeister vom Inn besonders motiviert. Denn Wasserburg leistete sich im ersten Match des neuen Jahres eine völlig unerklärliche 62:63-Niederlage in Saarlouis, was die Spannung im Abstiegskampf nochmals erhöht hat.

Wer beim Schlusslicht verliert, kann auch in Göttingen Federn lassen“, gibt Headcoach Giannis Koukos die Marschroute für die Partie vor: „Wir wollen über unseren Kampfgeist zum Erfolg. Der Trainer ist froh, dass sich im Laufe der Woche immer mehr Spielerinnen im Training zurück gemeldet haben.

Und doch ist unklar, wer gegen den Pokalsieger wirklich auflaufen kann. Jennifer Crowder hat nach ihrer Operation mit Schmerzen zu kämpfen, Sie hat mittlerweile eine Gesichtsmaske zum Schutz der Nase erhalten. Eleni Kyratzi soll behutsam herangeführt werden. Captain Jana Lücken und die in Keltern studienbedingt fehlende Corinna Dobroniak wollen unbedingt dabei sein.

Ansonsten gibt die kämpferische Leistung am vergangenen Wochenende beim deutschen Meister Anlass zum Optimismus: „Hätten wir am Anfang nicht so klar zurückgelegen (11:28 nach zehn Minuten, Anm. der Redaktion), Keltern hätte sich warm anziehen müssen“, so Giannis Koukos. Er hofft, dass Theresa Simon, Verdine Warner und Cori Coleman ihre Leistungen nochmals abrufen können. Sie waren mit jeweils 14 Punkten Topscorerinnen der flippo Baskets beim aktuellen Champion.