54:62- Niederlage nach mitreißendem Match

Am Ende fehlt einfach die Kraft. Nach einem mitreißenden Match verlieren die flippo Baskets BG 74 gegen den neuen Tabellenführer Herner TC mit 54:62 (35:35). 35 Minuten war die Partie ausgeglichen. Besonders bitter: Vor 320 Zuschauern hat sich Spielmacherin Jennifer Crowder bei einem Zusammenprall mit HTC-Centerin Natalie Burton die Nase gebrochen. Wann sie wieder auf den Court zurückkehrt, ist unklar.

Mit nur neun Spielerinnen waren die Veilchen in die Partie gegangen. Jana Lücken und Eleni Kyratzi fehlten krankheitsbedingt. Doch das Team von Headcoach Giannis Koukos legte los wie die Feuerwehr. Dank intensiver Verteidigung und tollen Spielzügen in der Offensive lagen die Gastgeberinnen nach fünf Minuten bereits mit sieben Punkten vorn. Allerdings war die Foulbelastung schon zu diesem Zeitpunkt sehr hoch. Herne nutzte dies und stellte auf eine aggressive Ganzfeld-Presse um.

Mit Erfolg: Denn die flippo Baskets leisteten sich viele Ballverluste und nach dem ersten Viertel stand es 23:23. Ein weiterer Grund für den Bruch im Spiel war die Verletzung von Crowder nach 13 Minuten. Jedoch hielten die Gastgeberinnen immer wieder dagegen. Unter anderem durch die überragende Cori Coleman, die mit zwei Distanztreffern kurz vor der Halbzeitsirene den Pausenstand von 35:35 sicher stellte.

Auch nach dem Seitenwechsel gab zunächst die BG 74 den Ton an und lag schnell mit 40:35 vorn. Der HTC reagierte erneut, kam heran und ging in Führung. Aber auch nach dem dritten Viertel war die Partie noch völlig offen – 48:48. Allerdings rächten sich zu diesem Zeitpunkt die frühen Foulpfiffe gegen die Veilchen. Vasiliki Karambatsa handelte sich nach nur etwas mehr als sechs Minuten Spielzeit das fünften Foul ein und musste auf der Bank Platz nehmen. Da Lea Nguyen-Manh nach überstandener Krankheit noch geschwächt war, mussten die flippo Baskets mit einer Sechser-Rotation den kompletten Schlussabschnitt bestreiten.

In den letzten fünf Minuten machten sich dann die schwindenden Kräfte bemerkbar. Einfache Korbleger und Freiwürfe wurden reihenweise vergeben. Der neue Spitzenreiter zog Punkt für Punkt davon. Zwei Minuten vor dem Ende war die Partie entschieden. Coleman setzte nochmals eine Ausrufezeichen, als sie mit einem Dreier kurz vor Schluss den Endstand herstellte. Die Amerikanerin stand 40 Minuten auf dem Court, verwandelte fünf von sechs Distanzwürfen und war mit 25 Punkten die erfolgreichste Akteurin beider Kontrahenten. Ebenfalls stark: Klaudia Grudzien mit elf Punkten und acht Rebounds.

Ein Blick auf die Statistik untermauert, das die flippo Baskets das Match vor allem an der Freiwurflinie verloren haben. Lediglich sechs von 15 Versuchen fanden den Weg durch die Reuse. Zudem leistete sich die BG 20 Ballverluste.

Flippo Baskets BG 74: Alissa Pierce (5 Punkte, 3 Rebounds, – Assists, 4 Steals), Theresa Simon (2. 4, 1. -). Jennifer Crowder (4, 5, 1, -), Vasiliki Karambatsa (1, 2, -, -), Corinna Dobroniak (-, 2, -, 4), Lea Nguyen, Cori Coleman (25, 3, 1, 3). Klaudia Grudzien (11, 8, -, -), Verdine Warner (6, 6, 2, -).