Last-Minute-Sieg gegen den Serienmeister

Die Halle am FKG erbebte in ihren Grundmauern. 300 Fans der flippo Baskets BG 74 feuerten ihr Team in der Schlussminute gegen Serienmeister und Pokalsieger TSV 1880 Wasserburg stehend an. Es herrschte Gänsehautstimmung – und die Unterstützung half. Die Veilchen schlugen den Tabellendritten denkbar knapp mit 62:61 (25:30). Entscheidende Spielerin in der Schlussphase war Cori Coleman, die mit 23 Punkten auch die erfolgreichste Werferin beider Mannschaften war.

Die flippo Baskets begannen mit einer in dieser Saison neuen Startformation, in der Alissa Pierce, Theresa Simon, Cori Coleman, Klaudia Grudzien und Verdine Warner standen. Sie machten ihre Aufgabe gegen den haushohen Favoriten anfangs gut und hielten die Partie bis zur Mitte des ersten Viertels völlig offen (8:9). Dann allerdings zog Wasserburg auf 16:11 davon und das erste Viertel war entschieden. Im Zweiten Abschnitt lagen die Gäste nach Dreiern von Laura Hebecker und Tina Jakovina auf einmal mit 26:17 in Front. Doch Coleman & Co.reduzierten diesen Rückstand bis zur Halbzeit auf fünf Zähler.
Nach Wiederbeginn dasselbe Bild. Wasserburg zog innerhalb der ersten vier Minuten bis auf 37:27 davon Doch die flippo Baskets verkürzten den Rückstand, der in der 28. Minute noch neun Punkte betragen hatte, bis zum Ende des dritten Viertels auf nur noch vier Zähler (43:47). Danach entwickelte sich im Schlussabschnitt eine Crunchtime über mehr als sechs Minuten. Denn die Gäste schienen erneut unaufholbar davon zu ziehen. Göttingen hatte aber neben Cori Coleman noch Klaudia Grudzien, Alissa Pierce, Theresa Simon und die völlig überraschend wieder einsatzfähige Jennifer Crowder. Grudzien war mit 13 Punkten und fünf Rebounds in Sachen Effektivität die zweitbeste Akteurin ihres Teams, da sie zudem zwei Distanzwürfe einnetzte. Pierce trug mit neun Punkten und acht Rebounds zum Triumph bei. Theresa Simon lieferte acht Zähler und vier Rebounds. Und Crowder war nur zwei Wochen nach ihrem Nasenbeinbruch mit fünf Punkten und vier Rebounds bei über 26 Minuten Spielzeit die nicht einkalkulierte Variante im Spielaufbau.
Dadurch hatte US-Amerikanerin Coleman die entsprechenden Freiheiten in Sachen Würfe. Und die nutzte sie leidlich. Vielleicht spielentscheidend war die Situation, als sie bei nicht mehr 60 Sekunden Spielzeit bei einem Distanztreffer auch noch gefoult wurde. Sie traf auch den folgenden Freiwurf und brachte mit dem Vier-Punkt-Spiel die flippo Baskets entscheidend in Führung. Denn Wasserburg konnte nur noch mit einem normalen Wurf kontern. Das Match war entschieden.
BG-Trainer Giannis Koukos war nach dem Match so euphorisch, dass er neben der Freude über den Sieg an ein Zitat von Otto Rehagel erinnerte: „Wir haben die besten Spielerinnen der Welt“, war dem Griechen wichtig. Nächsten Sonntag auf ein Neues: Der TKH kommt.

Flippo Baskets BG 74: Alissa Pierce (9 Punkte, 8 Rebounds, 1 Assist, – Steals), Theresa Simon (8, 4, -, -), Jennifer Crowder (5, 4, -, 1), Vasiliki Karambatsa (-, -, -, 1), Corinna Dobroniak, Lea Nguyen (dnp), Cori Coleman (23, 3, 1, -), Klaudia Grudzien (13. 5. 1. ). Jana Lücken, Fenja Keune (dnp), Verdine Warner (4, 1, -, -).