Nach 52:62 gegen Keltern ist die Saison vorbei

Drei Viertel lang waren die flippo Baskets auf Augenhöhe. Dann aber setzte sich letztendlich die Qualität des Kaders vom amtierenden deutschen Meister Rutronik Stars Keltern durch. Die Veilchen verlieren nach 40 mitreißenden Minuten vor 300 begeisterten Fans mit 52:62 (38:35) und scheiden damit im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft der 1. Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) mit 0:2 aus.

Beim Start in die Partie überraschte, dass die Veilchen mit Vasiliki Karambatsa statt Verdine Warner auf der Center-Position begannen. Doch die zeigte gleich beim Tippoff gegen Rebecca Tobin, dass sie richtig gut drauf war – der Ball ging in die Hände der flippo Baskets. Die boten dem haushohen Favoriten in der Folge eine Partie auf Augenhöhe. Und die Griechin „Viki“ Karambatsa wurde am Ende mit 13 Korbpunkten, fünf Rebounds und zwei blocked-shots sogar zur effizientesten Spielerin ihres Teams. Knapp gefolgt von Jennifer Crowder, deren Einsatz nach dem Pferdekuss am Sonntag überhaupt nicht sicher war. Doch Crowder biss einmal mehr ihre Zähne aufeinander, spielte sogar 40 Minuten durch und hatte mit elf Punkte, vier Rebounds, zwei Assists und zwei Steals am Ende ein ebenfalls überragendes Ergebnis zu Buche stehen.

Keltern mit seiner individuellen Klasse und einem der höchsten Etats der gesamten 1. DBBL ließ sich trotz toller Leistung der Gastgeberinnen aber nicht abschütteln. Gäste-Coach Christian Hergenröther hatte es insbesondere seiner deutschen Nationalspielerin Emma Stach zu verdanken, dass sein Team zur Pause nur mit drei Zählern hinten lag. Da hatte Stach schon zehn Punkte erzielt, gefolgt von Kristina Rakovic und Ezinne Kalu mit jeweils sieben Punkten.

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams insbesondere in der Defense einen taktischen Schlagabtausch. Doch selbst nach 30 Minuten war kein Sieger abzusehen – die Gäste führten mit einem einzigen Punkt (48:49). Dann aber wurde langsam klar, dass der Meister mit einer 8er-Rotation agierte, während die BG vornehmlich auf sechs Spielerinnen setzte. Und diesen fehlten langsam die Kräfte. Das nutzte insbesondere die Nigerianerin Ezinne Kalu, die am Ende mit 14 Punkten die effizienteste Spielerin auf dem Court war. Das letzte Viertel ging mit 13:4 an die Rutronik Stars, die damit verdient den Einzug ins Halbfinale feierten. Letztendlich waren Emma Stach mit 13 Zählern sowie Rakovic mit neun Punkten am knappen Sieg und der Qualifikation fürs Halbfinale beteiligt.

Die Veilchen müssen sich aber nicht grämen. Sie waren in allen statistischen Werten gegenüber dem Hinspiel deutlich verbessert und nahezu auf Augenhöhe Letztlich waren es fünf zu wenig getroffene Würfe (19 gegenüber 24) und zu wenig erfolgreiche Anspiele unter den Korb (6 gegen 14), die zum Aus im Viertelfinale führten.

Einen besonderen Moment nach der Niederlage und dem Ausscheiden gegen Keltern stellte die Verabschiedung von Jana Lücken durch Geschäftsführer Richard Crowder dar. Die Kapitänin wird nach zehn Jahren bei der BG 74, den Veilchen Ladies und den flippo Baskets ab der kommenden Saison mit dem Basketball kürzer treten – egal, wohin ihr Weg sie nach der im Sommer anstehenden Promotion führt. Die Fans der flippo Baskets feierten eine Basketballerin, die ihnen von der Regionalliga bis zur 1. Liga ans Herz gewachsen ist, minutenlang mit stehenden Ovationen. Mehr als 200 Spiel hat die gebürtige Oldenburgerin für die Veilchen (BG 74, Veilchen Ladies und jetzt flippo Baskets) absolviert und dabei fünf Trainer und sechs Geschäftsführer als Gesprächspartner gehabt. Deshalb sollte sie auch mit ihren beruflichen Aufgaben als dann wohl promovierte Chemikerin keinerlei Probleme haben. Chemie liegt ihr – zumindest in Sachen Menschen und Teams … Da haben wir bei der knallharten Naturwissenschaft ebenfalls überhaupt keine Sorge!

Flippo Baskets BG 74: Alissa Pierce (5 Punkte, 1 Rebounds, 0 Assists, 2 Steals), Theresa Simon (9, 6, 3, 2), Jennifer Crowder (11, 4, 2, 2), Vasiliki Karambatsa (13, 5, -, ), Corinna Dobroniak (dnp), Lea Nguyen (dnp), Cori Coleman (8, 5, -, 3), Klaudia Grudzien (4, 3, 1, -), Jana Lücken (-, -, -, 1), Fenja Keune, Verdine Warner (2, 2, -, -).


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