Schwache 2. Halbzeit sorgt für deutliche Niederlage

Jetzt wird der Klassenerhalt ganz, ganz schwer. Die Veilchen Ladies haben ihr Heimspiel vor 480 Zuschauern gegen die zuvor ebenfalls noch nicht gesicherten Chemcats aus Chemnitz mit 43:59 (28:26) verloren. Insbesondere die Leistung in der 2. Halbzeit war zu schwach, um den dringend benötigten Sieg einzufahren.

Zunächst einmal zur Tabellenkonstellation: Mit nur vier Siegen liegt die BG weiterhin vier Punkte hinter dem einzigen noch verbliebenen Konkurrenten aus Heidelberg. Die Veilchen müssten ihre beiden restlichen Spiele (auswärts in Saarlouis und am 17. März daheim gegen Bad Aibling) gewinnen und Heidelberg beide Partien verlieren, damit das Team von Giannis Koukos noch auf den rettenden 10. Platz springen kann. Heidelberg spielt allerdings am letzten Spieltag beim bereits abgestiegenen Team der SV Halle Lions.

Zum Verlauf der Partie. Die BG konnte sich in der Anfangsphase einen kleinen Vorsprung herausarbeiten, der bis weit ins zweite Viertel hielt. Chemnitz allerdings zeigte sich in der Verteidigung sehr gut auf die Göttingerinnen eingestellt und konnte bis zur Pausensirene den Rückstand auf zwei Zähler verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel folgte dann ein völlig unverständlicher Leistungseinbruch bei den Gastgeberinnen. Die Chemcats entschieden das dritte Viertel mit 24:10 für sich, im Schlussabschnitt, der mit dem recht bescheidenen Resultat von 5:9 aus Sicht der Veilchen endete, traf das Team von Giannis Koukos so gut wie nichts mehr.

Was bleibt sonst festzuhalten: Die Zahl der Turnover war mit 16 definitiv zu hoch. Chemnitz zeigte Einsatzwillen, indem es den Veilchen 14 Mal den Ball klaute. Das Rebound-Verhältnis war mit 37:38 aus Sicht der Veilchen noch relativ ausgeglichen. Aber nur 33 Prozent Trefferquote aus dem Feld (nur einer von 14 Drei-Punkt-Würfen fand den Weg in den Korb) sind nicht ausreichend, um eine Partie für sich zu entscheiden.

Vielleicht spieltentscheidend war, dass sich Alissa Pierce erst kurz vor Spielbeginn mit gesundheitlichen Problemen verabschieden musste. Sie hätte im Matchplan der Veilchen sicherlich für sehr viel mehr Variabilität gesorgt.

Bei Göttingen punktete lediglich Katarina Flasarova zweistellig (zehn Zähler). Bei Chemnitz waren es mit Jacobine Klerx (16), Abigail Asoro (14) und Kendall Noble (13) gleich drei Akteurinnen. Die BG 74 Veilchen Ladies müssen nun hoffen, dass sie noch vier Punkte erringen, während Heidelberg keinen einzigen mehr auf der Habenseite verbucht.

Giannis Koukos zur Niederlage: „Wir hatten uns so gut vorbereitet. Aber wir waren mental nicht auf der Höhe. Vielleicht war der Druck einfach zu groß. Aber wir werden kämpfen, um das Unmögliche vielleicht doch noch zu erreichen.“

BG 74 Veilchen Ladies: Jennifer Crowder (5 Punkte, 4 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals), Corinna Dobroniak (dnp), Francis Donders (5, 6, -, 1), Katarina Flasarova (10, 3, -, 1), Marissa Janning (6, 5, -, 1), Vasiliki Karambatsa (2, 4, -, -), Jana Lücken (2, 1, 1, -), Lea Nguyen (1, -, -, -), Casey Smith (4, 5, -, -), Verdine Warner (8, 7, 1, -).

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