Totaler Blackout im dritten Viertel gegen den TKH

Aus dem angestrebten Sprung auf Rang 6 ist nichts geworden. Nach einem völlig verkorksten dritten Viertel, das mit 7:20 verloren ging, unterliegen die flippo Baskets BG 74 dem TK Hannover mit 47:55 (22:25). Da Braunschweig überraschend mit 76:70 in Wasserburg gewonnen hat, liegen die Veilchen mit fünf Siegen nur noch zwei Punkte vor der Eintracht weiterhin auf Rang 8.

Die Partie hatte vor 340 Zuschauern eigentlich ganz ansehnlich begonnen. In den Anfangsminuten lagen die Veilchen mit zwei bis drei Punkten in Front. Doch dann sorgten ein paar Schiedsrichterpfiffe, die vom Publikum lautstark kritisiert wurden, für Verunsicherung in der gesamten Mannschaft. Hannover übernahm die Regie und lag bis zur Pause ständig in Front. Mit einem Rückstand von drei Punkten ging es für die Gastgeberinnen in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel folgte der totale Blackout bei den Veilchen. Sie leisteten sich einfache Ballverluste und Korbleger aus nächster Distanz und ohne Bedrängnis fanden nicht den Weg in den Korb. Zu allem Überfluss gab es einige umstrittene Foulpfiffe gegen die flippo Baskets. Magere drei Punkte standen nach fünf Minuten im dritten Abschnitt zu Buche. In der 27. Minute lag Hannover bereits mit 40:27 vorn. Aliaksandra Tarasava stellte mit einem Distanzwurf wenig später den bitteren Zwischenstand von 45:27 für den TKH her. Die Partie schien sich zu einem Debakel zu entwickeln.

Allerdings fingen sich die Veilchen wieder. Lea Nguyen sorgte mit fünf Punkten in Folge, dass der Rückstand kleiner wurde. Und drei Minuten vor dem Ende war das Koukos-Team sogar wieder auf acht Punkte heran gekommen. Nach einem Ballverlust von Hannover hätten die Veilchen weiter verkürzen können. Doch es schlichen sich erneut viele unnötige Fehler ein. Letztendlich gewann Hannover verdient ein Derby, das auf nicht allzu hohem Niveau war – statt spielerischen Elementen dominierte auf beiden Seiten der Kampf.

Ein Blick in die Statistiken deckt die größten Schwächen der flippo Baskets auf. Nur zwei von 16 Versuchen aus der Distanz fanden den Weg durch die Reuse. Die Wurfquote insgesamt lag bei nur 29 Prozent. Der TKH lag mit 31 Prozent nur wenig besser. Allerdings gestatteten die Gastgeberinnen ihrem Gegner insgesamt 65 Würfe auf den Korb – eindeutig zuviel. Das Rebound-Verhältnis ging mit 34:38 verloren, bei den Assists stand es 4:11. 14 Ballverluste in einer Partie sind deutlich zuviel. Hannover hatte in den US-Amerikanerinnen Haiden Palmer (18 Punkte) und Veeshaundra Young (14) seine herausragenden Akteurinnen.

Flippo Baskets BG 74: Alissa Pierce (10 Punkte, 1 Rebound, – Assists, – Steals), Theresa Simon (10, 3, -, 1), Jennifer Crowder (6, 1, 1, 2), Vasiliki Karambatsa (4, 1, -, -), Corinna Dobroniak (-, -, -, 1), Lea Nguyen (5, 2, -, -), Cori Coleman (10, 10, 1, 2), Klaudia Grudzien (0, 4, -, -), Jana Lücken (-, 1, 1, -), Fenja Keune (dnp), Verdine Warner (2, 7, 1, -).